29. März 2012 08:22 Uhr

Krebsforschungs-Studien analysiert: ernüchternde Bilanz

Nicht jeder verkündete Durchbruch gegen Krebs ist auch wirklich einer. Zu diesem Schluss kommen zwei US-Forscher im Fachjournal "Nature". Sie hatten gut 50 wissenschaftliche Top-Arbeiten aus den vergangenen zehn Jahren betrachtet, die hoffnungsvolle neue Ansätze gegen den Krebs versprachen. Das Ergebnis: Nur sechs Ansätze werden auch heute noch weiterverfolgt - das ist nicht einmal jeder zehnte. Alle anderen Ergebnisse hatten sich in weiteren Tests nicht bestätigen lassen.

Für einen der Autoren, der für die Pharma-Industrie arbeitet, ist das "schockierend". Die Branche verlasse sich auf die Ergebnisse. Deswegen fordern die Wissenschaftler, die Standards für Publikationen zu erhöhen - diese sollten nicht zu euphorisch sein. Außerdem sollten auch negative oder nicht eindeutige Ergebnisse veröffentlicht werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)