29. März 2012 13:55 Uhr

Lebensmittel-Notvorrat in Deutschland soll reformiert werden

Getreide, Reis, Erbsen und Kondensmilch: Das gäbe es im Notfall in Deutschland zu Essen. Jetzt will der Bund allerdings seinen Notvorrat für Krisenfälle reformieren. Er war noch während des Ost-West-Konflikts eingerichtet worden. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, wird derzeit Umfang und Zusammensetzung der eingelagerten Waren überprüft. Angesichts der Globalisierung und der hohen Verfügbarkeit hätten sich die Rahmenbedingungen geändert.

Die Lebensmittel zur Notfallvorsorge werden an knapp 150 Orten im gesamten Bundesgebiet gelagert. Das verursacht Kosten von rund 20 Millionen Euro pro Jahr. Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" hatte der Bundesrechnungshof den Notvorrat kritisiert. Die Zeitung zitiert aus einem Prüfbericht: Die Notfallvorsorge berücksichtige weder die Bevölkerungsentwicklung noch aktuelle Erkenntnisse zur Versorgung mit Nahrungsmitteln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)