29. März 2012 16:23 Uhr
Wer sehen kann, ist klar im Vorteil. Dass dieses Prinzip auch für wirbellose Tiere galt, die vor mehr als 500 Millionen Jahren lebten, haben jetzt Wissenschaftler des Museums für Naturkunde in Berlin nachvollzogen.
Sie untersuchten Versteinerungen aller Meerestier-Gattungen, die es damals gab und setzten deren Sehvermögen in Beziehung zu deren Evolutionsgeschichte. Das Ergebnis: Die Seher setzten sich mehr und mehr durch, blinde Trilobiten, Seesterne und Schnecken starben aus.
Die Wissenschaftler erklären das so: Als die ersten räuberischen Tiere auftraten, wurden die Augen zur Überlebenshilfe: für die Gejagten, weil sie die Feinde sehen und vor ihnen flüchten konnten - und für die Räuber selbst, um ihre Beute aufzuspüren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)