30. März 2012 06:23 Uhr
Wir blicken in die Geschichte: Heute vor 145 Jahren, am 30. März 1867, verkaufte Russland seine Gebiete in Amerika an die USA. Das Alaska-Geschäft kostete 7,2 Millionen US-Dollar - pro Quadratkilometer genau vier Dollar 80.
Der Zar in St. Petersburg hatte schon länger versucht, Russisch-Amerika loszuwerden - mehr als ein paar Pelzhandelshütten und Militärstützpunkte hatte er dort nicht. Kriege brachten Russland in Finanznöte. Und Alaska war schwer zu verteidigen, weil es vom Rest Russlands durch die Beringstraße getrennt war. Am 30. März 1867 war der Kauf perfekt.
Kritiker in den USA meinten, es sei eine Dummheit, eine "Gefriertruhe" oder ein "Eisbärengehege" zu kaufen. Doch heute dürften die Amerikaner zufrieden sein: Alaska hat große Ölquellen, Goldvorkommen und eine florierende Lachs- und Holzindustrie. 2010 erzielte der Bundesstaat pro Kopf das höchste Bruttoinlandsprodukt der USA - 50 Prozent über dem Landesdurchschnitt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)