30. März 2012 06:30 Uhr
Unser Wirtschaftssystem ist unverantwortlich, die Politik ist bürgerfern. So könnte man die momentane Kritik von Teilen der Gesellschaft zusammenfassen. Das Hamburger Institut für Sozialforschung befasst sich mit der Frage, wer kritisiert und warum kritisiert wird.
Der Soziologe Berthold Vogel aus Göttingen meint: Nicht die Schwachen kritisieren, sondern Intellektuelle, Wissenschaftler und die Mittelschicht. Die derzeitige Kritik am Wirtschaftssystem rührt nach Ansicht des Jenaer Soziologen Hartmut Rosa daher, dass Wachstum nicht mehr als gut wahrgenommen werde. Weil Wachstum aber eine notwendige Bedingung des Systems sei, habe man nicht mehr das Gefühl einer guten Gesellschaft. Stabil ist eine Gesellschaft laut Rosa nur, wenn man sich mit ihr identifizieren kann.
Zum Thema gibt es auch einen Beitrag des Deutschlandsfunks aus der Sendung "Studiozeit".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)