30. März 2012 09:59 Uhr
Ein sanftes Image - das möchten auch rechtsextreme Gruppen gerne haben und setzen dafür gezielt Frauen ein. Das beobachtet die Politologin und Journalistin Andrea Röpke. Sie sagte der Zeitschrift "Chrismon plus Rheinland", die Frauen agierten zunächst unauffällig, doch irgendwann zeige sich auch bei ihnen deutlich die neonazistische Ideologie. Zum strategischen Vorgehen rechtsextremer Organisationen gehöre, dass weibliche Mitglieder pädagogische Berufe ergriffen oder sich ehrenamtlich engagierten, um Einfluss zu gewinnen - zum Beispiel in Sportvereinen oder Elternvertretungen.
Bei einem Vortrag zu dem Thema in Oberhavel verwies Röpke laut der "Märkischen Oderzeitung" darauf, dass Frauen in der Neonazi-Szene nichts Neues seien. Bereits kurz nach 1945 seien Frauen in Untergrundorganisationen maßgeblich beteiligt gewesen. Das Klischee, dass Rechtsextremismus ein "männliches Gesicht" habe, transportierten heute die Medien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)