30. März 2012 11:26 Uhr

Dengue-Virus verändert das Verhalten von Überträger-Moskitos

Ist das Virus erst einmal da, übernimmt es die Regie. Wie das im Fall von Dengue-Viren und Moskitos passiert, haben Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore herausgefunden.

Das Virus befällt bei den Insekten die Speicheldrüsen - und wird über sie auf Menschen übertragen. Eine Infektion verursacht das Dengue-Fieber mit inneren Blutungen, das oft tödlich endet.

Die Wissenschaftler schreiben in der Fachzeitschrift "PLoS Pathogens", das Virus verändere bei den Moskitos den Geruchssinn - und zwar, indem es dafür sorge, dass bestimmte Proteine produziert würden, die für das Erkennen von Gerüchen wichtig seien. Außerdem mache es ihnen mehr Appetit auf menschliches Blut. Zusammen könnten diese beiden Faktoren dafür sorgen, dass sich die Infektionsrate bei Menschen erhöhe: Denn wenn hungrige Moskitos ihre Opfer leichter aufspüren könnten, steige auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus übertragen werde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)