30. März 2012 13:55 Uhr

PCB-Belastung bei Eisbären sinkt

Der Erfolg kommt langsam, aber er ist messbar. Forscher der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens haben nachgewiesen, dass der Eisbären-Nachwuchs auf Spitzbergen inzwischen weniger mit schädlichen Chemikalien belastet ist als noch vor gut zehn Jahren. Sie maßen die Konzentration von PCB im Blut der Jungtiere und ihrer Mütter - und stellten fest, dass diese zwischen 1998 und 2008 um mehr als die Hälfte gesunken war.

Schon geringe Mengen der Chlorverbindungen sind giftig, wenn man ihnen über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist. PCB sind fettlöslich und sammeln sich im Speck der Robben an, die wiederum Hauptnahrung der Eisbären sind.

Wegen ihrer Schädlichkeit für Gesundheit und Umwelt sind PCB seit elf Jahren verboten, werden aber schon seit dreißig Jahren nicht mehr produziert. Bis in die 80er Jahre wurden sie in Kondensatoren, Lacken und Kunststoffen verwendet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)