30. März 2012 17:55 Uhr

Bienen behandeln Pilzerkrankungen selbst

In Bienenstöcken ist es warm und feucht - Lieblingsbedingungen einiger Pilze und Bakterien. Die Bienen wissen sich aber zu helfen. Um schädlichen Mikroorganismen vorzubeugen, überziehen sie ihre Waben mit sogenanntem Bienenharz. Der klebrige Stoff wirkt gegen Pilze und Bakterien und wird von den Arbeiterinnen an Blumen und Bäumen gesammelt und mit Speichel weiterverarbeitet. Eine Untersuchung der North Carolina State Universität hat jetzt ergeben, dass die Bienen den Stoff aber auch gezielt gegen Pilzinfektionen ihres Stamms einsetzen. Dabei können sie zwischen schädlichen und nicht schädlichen Pilzen entscheiden. Nur bei ersteren wird mehr Harz gesammelt und verteilt. Infizierte Larven werden aus dem Stock geworfen.

Dass das Bienenharz auch antibakteriell wirkt, haben die Bienen aber offenbar noch nicht mitbekommen. Gegen Bakterien setzen sie es nicht ein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)