30. März 2012 18:00 Uhr

Statistik: Geburtenverhältnis in China nähert sich langsam der Norm

Ehefrauenmangel gilt in China als eines der größten gesellschaftlichen Probleme. Hintergrund ist die Ein-Kind-Politik, die bis 2009 dreißig Jahre lang galt: Um nach konfuzianischer Tradition die männliche Erblinie zu erhalten, ließen viele Eltern weibliche Föten abtreiben. Das führte zu einem verschobenen Geschlechterverhältnis.

Jetzt meldet die chinesische Statistikbehörde: Das Geburtenverhältnis von Jungen und Mädchen nähere sich langsam, aber stetig der Normalverteilung an. Im vergangenen Jahr seien pro 100 Mädchen 118 Jungen geboren worden. Als normal gilt etwa ein Verhältnis von 105 zu 100.

Die Behörde folgert: Die Strafen gegen die verbreitete Praxis, weibliche Föten abtreiben zu lassen, zeigten Wirkung. Zusätzlich zum verbesserten Geschlechterverhältnis beigetragen hätten die vielen Förderprogramme für Mädchen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)