31. März 2012 09:14 Uhr

Kernwaffenteststopp-Vertrag laut Studie kein Problem für US-Arsenal

Die USA können laut einer Studie ihr nukleares Waffen-Arsenal auch dann weiter unterhalten, wenn sie endgültig auf Atomwaffentests verzichten. Zu diesem Schluss kommt die Nationale Akademie der Wissenschaften des Landes. Hintergrund der Untersuchung ist der Kernwaffenteststopp-Vertrag, den die USA bisher noch nicht unterschrieben haben. Er war in den 90er Jahren von der UNO-Abrüstungskonferenz erarbeitet worden und ist inzwischen schon von mehr als 150 Ländern ratifiziert worden. In Kraft tritt er aber erst, wenn auch die USA und einige andere Staaten wie Indien und Nordkorea endgültig zustimmen.

In ihrer Untersuchung konzentrierte sich die US-Akademie auf technische Aspekte. Demnach ist es nicht nötig, das in den USA vor fast 20 Jahren beschlossene Moratorium auszusetzen. Außerdem sei das Überwachungsnetzwerk so gut, dass auch kleinere Tests in anderen Ländern entdeckt werden könnten. - US-Präsident Barack Obama hatte den US-Senat immer wieder aufgefordert, dem Vertrag zuzustimmen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)