2. April 2012 06:25 Uhr
Zu sehen ist das Öl nicht mehr - aber da ist es trotzdem noch. Zwei Jahre nach der Ölpest im Golf von Mexiko sterben dort immer noch deutlich mehr Delfine und Wale als normalerweise. Das hat eine Studie der US-Umwelt- und Wetterbehörde NOAA ergeben.
In den Küstengewässern verendeten demnach allein in diesem Jahr bereits 84 Tiere. Vor der Katastrophe seien es im Jahresdurchschnitt 74 gewesen. Besonders schlimm sei die Lage im Bundesstaat Louisiana. Die Delfine haben nach Einschätzung der Experten die Giftstoffe aus dem Öl entweder dadurch aufgenommen, dass sie Fische gefressen haben - oder direkt aus dem Wasser.
Erst vor kurzem hatte eine andere Studie ergeben, dass Korallen-Kolonien im nördlichen Golf von Mexiko geschädigt sind. Nach der Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" im April 2010 waren große Mengen Rohöl ins Meer geflossen. Danach hieß es von einigen Experten, die Folgen für Flora und Fauna seien geringer ausgefallen als zunächst befürchtet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)