2. April 2012 06:51 Uhr
Es geht um 12.000 Quadratkilometer kaltes, regnerisches Land, auf dem knapp 3.000 Einwohner leben. Die Falkland-Inseln an der Südspitze Südamerikas sind nach wie vor ein Steitfall. Heute vor 30 Jahren begann der Falklandkrieg zwischen Großbritannien und Argentinien, der knapp 1.000 Menschenleben kostete. Und heute feiert Argentinien wie jedes Jahr den Falkland-Tag. Allerdings hat eine Gruppe argentinischer Intellektueller dazu aufgerufen, den Gedenktag zu boykottieren. Sie fordert die Unabhängigkeit der Inselgruppe.
In Großbritannien dagegen wird darüber diskutiert, ob die Inseln bei einem erneuten Angriff Argentiniens noch zu verteidigen wären. Eine Militaristen-Vereinigung sagt nein, weil Großbritannien dazu keinen Flugzeugträger hätte. Verteidigungsminister Philip Hammond dagegen hält die argentinische Luftwaffe für veraltet und sieht darin keine Bedrohung. Ohnehin gebe es derzeit keine Hinweise auf eine Militär-Aktion.
Auf den Falkland-Inseln gab es nie Ureinwohner. 1592 sichtete der englische Seefahrer John Davis die Inseln. Hundert Jahre später wurde der Kanal zwischen den beiden Hauptinseln nach dem englischen Politiker Anthony Cary 5. Viscount Falkland benannt. Später erhielt auch die Inselgruppe den Namen Falkland. Danach siedelten Franzosen, Spanier, Argentinier und Engländer auf der Insel. Die überwiegende Mehrheit der jetzigen Siedler will britisch bleiben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)