2. April 2012 08:25 Uhr

Wählerische Weibchen bewahren Biodiversität

Wählerisch zu sein ist zwar anstrengend, aber nützlich. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature" berichten, spielten Weibchen, die eine genaue Vorstellung ihrer potentiellen Partner hatten, eine wichtige Rolle in der Evolutionsgeschichte. Die Wissenschaftler entwickelten dazu ein theoretisches Modell: Demnach können verschiedene Arten - zum Beispiel von Fröschen, Grashüpfern oder Fischen - länger in einem Lebensraum koexistieren als bisher angenommen.

Die Forscher schreiben, das funktioniere, solange die Arten unterschiedliche Paarungs-Präferenzen hätten. Dabei spielten die Weibchen die entscheidende Rolle. Sie müssten zwar viel Energie aufbringen, um passende Partner zu finden und unpassende abzuwehren. Für diesen Preis erhielten sie aber die Grenzen ihrer Art aufrecht.

Mit dem Modell sei die Annahme widerlegt, das Spezies nur dann parallel überleben könnten, wenn sie sich auf ganz unterschiedliche Weise an die Umgebung angepasst haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)