2. April 2012 08:03 Uhr
An der Wall-Street macht die Gier offenbar auch vor der Kirche nicht Halt. Das "Handelsblatt" berichtet über die anglikanische "Trinity Church", die wegen ihrer Lage im New-Yorker Finanzviertel auch von vielen Fondsmanagern, Bankern und Konzernchefs besucht wird. Die werfen dem Pfarrer der Kirche nun ein wenig christliches Finanzgebaren vor. So bekomme James Cooper ein jährliches Gehalt von 1,3 Millionen Dollar - und das für die Betreuung von nur 6.000 Gemeindemitgliedern. Außerdem habe er das Budget der Kirche im vergangenen Jahr überzogen. Wegen seines hohen Gehaltes wollten viele Gläubige der Kirche zudem nicht mehr spenden. Angesichts der horrenden Ausgaben des Geistlichen sei es zudem nicht nachvollziehbar, dass die "Trinity Church" 2009 ihr Obdachlosenasyl aus finanziellen Gründen geschlossen habe. Cooper soll für seinen freiwilligen Rücktritt eine Entschädigung von knapp einer Million Dollar gefordert haben. Dass er abgesetzt wird, ist unwahrscheinlich - kritische Kandidaten wurden von der Wahl zum Gemeinderat in wenigen Tagen ausgeschlossen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)