2. April 2012 12:37 Uhr

Spiegel-Beobachtungssystem für Fusionsreaktor ITER entwickelt

100 Millionen Grad heißes Plasma - für Fusionsforscher ist nicht nur dessen Herstellung eine Herausforderung, sondern auch die Überwachung. Jülicher Wissenschaftler haben jetzt ein Beobachtungssystem entwickelt, das künftig im Fusionsreaktor ITER in Frankreich zum Einsatz kommen soll. Wegen der intensiven Neutronenstrahlung lässt sich das Plasma nur indirekt über Spiegelsysteme beobachten. Außerdem fliegen in bestimmten Phasen zu viele Teilchen umher, die die Spiegel beschädigen könnten. Das Jülicher System hat deswegen schnell bewegliche Schutzklappen eingebaut. Die Wissenschaftler testen es bereits in den USA auf seine Praxistauglichkeit.

Der Forschungsreaktor ITER ist derzeit noch im Bau. Das erste Plasma soll 2019 erzeugt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)