2. April 2012 14:14 Uhr
Die Beschränkungen sind selbst für chinesische Verhältnisse harsch. So bewertet die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" eine Zensuraktion gegen zwei große twitterähnliche Mikroblog-Dienste, Tencent und Sina. Dort ist seit vorgestern und noch bis morgen die Kommentarfunktion für Beiträge abgeschaltet. Außerdem wurden Websites gesperrt und mehrere Menschen verhaftet. Bei den Weibo-Diensten hatte sich eine Diskussion um die Absetzung eines Parteichefs entwickelt - Nutzer meldeten daraufhin einen Machtkampf und Militärbewegungen in Peking. Die Online-Verbreitung von Gerüchten ist in China verboten.
Internetnutzer kritisierten die Beschränkungen als "kollektive Bestrafung". Einer argumentierte, wenn es in China wirkliche Pressefreiheit gäbe, würden sich Gerüchte von selbst erledigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)