3. April 2012 06:26 Uhr
Großstadt-Singvögel gehen mit der Zeit. Und wenn die immer lärmiger wird, ziehen sie ihre Konsequenzen. Forscher der George-Mason-Universität bei Washington haben nachgewiesen, dass Dachsammern ihren Gesang im Laufe der Jahre verändert haben - und zwar abhängig vom Großstadtlärm aus Autos, Hupen und Geschrei.
Sie schreiben im Fachmagazin "Animal Behaviour", die Tiere hätten ihren Gesang so verändert, dass sie auch unter den veränderten Bedingungen gut zu hören seien. Dazu hätten sie sich - im Vergleich zu 1969 - eine ihrer Melodien ganz abgewöhnt, eine zweite sängen sie nur noch selten. Die dritte sei inzwischen zum Favorit geworden. Diese beinhalte relativ hohe Töne.
Das ist nach Ansicht der Forscher auch das Entscheidende: Denn menschengemachter Lärm umfasse eine Bandbreite tiefer Töne - und die verschluckten bestimmte Melodien. Mit dem hohen Gesang aber hätten die Ammern dieses Problem gelöst.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)