3. April 2012 06:29 Uhr

Erste Menschen nutzten Feuer früher als gedacht

Rohkost war bei den ersten Menschen offenbar nicht sehr beliebt. Wissenschaftler der Universität Boston haben nachgewiesen, dass der Mensch das Feuer schon viel früher gezielt genutzt haben muss als bisher gedacht: nämlich vor einer Million Jahren.

Sie schreiben im Fachmagazin "PNAS", das zeigten Funde aus der Wonderwerk-Höhle in Südafrika. Man könne ausschließen, dass die dort entdeckten verkohlten Knochenteile und Asche von Pflanzenresten der Wind dorthin geweht habe. Feuerspuren habe man auch an weiteren archäologischen Funden wie Eisenerz-Splittern entdeckt.

Aus ihren Untersuchungen schließen die Forscher, dass die frühen Menschen das Feuer gezielt nutzten. So hätten Gräser, Zweige und Blätter als Brennmaterial gedient. Außerdem sei das Feuer in der Höhle nicht heißer als 700 Grad Celsius gewesen. Das deute darauf hin, dass die Menschen es kontrollieren konnten - zum Beispiel, um es am Brennen zu halten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)