3. April 2012 13:53 Uhr

Weibliche Ernährung ist besser für die Umwelt

Frauen sind besser für das Klima.

Das klingt zwar merkwürdig, ist aber laut einer Studie von Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg so - zumindest, was die Ernährung angeht. Die Wissenschaftler verglichen die Umwelteffekte verschiedener Ernährungsstile. Dazu benutzten sie repräsentative Daten der vergangenen Jahre, zum Beispiel die letzte Nationale Verzehrstudie mit 20.000 Befragten.

Ergebnis: Das durchschnittliche Ernährungsmuster von Frauen ist für die Erde günstiger als das von Männern - weil sie weniger umweltintensiv produzierte Nahrungsmittel verbrauchen. Statt zu Rind- oder Schweinefleisch und Butter greifen sie häufiger zu Gemüse, Obst und Getreideprodukten. Studienleiter Toni Meier meint dazu: Würden Männer das typische Verzehrprofil von Frauen übernehmen, hätte das gleich mehrere positive Effekte: Man spare eine Landwirtschaftsfläche in der Größe Schleswig-Holsteins. Außerdem würden weniger Treibhausgase freigesetzt.

Die Studie ist im Fachmagazin "International Journal of Life Cycle Assessment" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)