3. April 2012 14:32 Uhr

Wie Gitterzellen im Gehirn zur räumlichen Orientierung beitragen

Was passiert im Gehirn, wenn wir uns räumlich orientieren? Diese Frage versuchen Forscher schon lange mit Verhaltensexperimenten an Ratten zu beantworten, denn die Tiere sind uns in dieser Beziehung sehr ähnlich. In letzter Zeit erregte eine neue Art von Nervenzellen das Interesse der Wissenschaftler: die Gitterzellen. Sie sind immer dann aktiv, wenn sich das Tier durch eine Umgebung bewegt, deren Struktur man zu einem imaginären Gitter vereinfachen kann, das sechseckig symmetrisch ist.

Forscher der Humboldt Universität Berlin und der technischen Universität München haben jetzt festgestellt, dass man aus der Reihenfolge, in der diese Zellen aktiv sind, vorhersagen kann, wohin sich das Tier bewegt - und zwar genauer als anhand der bisherigen Methode. Die ging davon aus, dass es viel zu ungenau ist, einzelne Zellen zu betrachten und berechnete eine Art Mittelwert aus der Anzahl der Impulse.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)