3. April 2012 14:53 Uhr
Die EU-Mitgliedsländer müssen die Verschmutzung der Luft bereits seit 1996 überwachen. Jetzt wollen Wissenschaftler aus mehreren Ländern, darunter der Universität Freiburg, die Messmethoden verbessern - und zwar mit der Hilfe von Moos. Wie die Uni Freiburg mitteilte, wird ihre Initiative namens "Öko-Innovation!" von der Europäischen Union mit 3,5 Millionen Euro gefördert.
Lebende Pflanzen werden bereits seit längerem als sogenannte Bioindikatoren für Luftverschmutzung eingesetzt. Nach Ansicht der Wissenschaftler eignen sich Torfmoose dafür besonders gut. Sie besitzen nämlich im Vergleich zu ihrer großen Oberfläche nur eine kleine Masse. Die Forscher wollen unter anderem luftdurchlässige Moosbeutel an Messstationen aufhängen. Sie hoffen, dass die Pflanzen zum Beispiel Cadmium, Blei und Nickel anreichern. Die Anteile dieser Schwermetalle lassen sich mit bisherigen Methoden nur relativ ungenau bestimmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)