4. April 2012 06:33 Uhr
Die Impfung ist offenbar keine Erfindung der Menschen. Auch Ameisen kennen sich bestens damit aus. Ein Forscherteam aus Deutschland und Österreich hat festgestellt, dass Ameisen, die von einem Pilz befallen sind, ihre Artgenossen bewusst anstecken, um sie zu schützen. Die kranken Ameisen putzen und belecken die gesunden Tiere den Wissenschaftlern zufolge besonders ausgiebig. Dadurch kämen die gesunden Tiere ebenfalls mit dem Pilz in Kontakt - aber nur in kleinen, nicht tödlichen Mengen. Der Ameisenkörper bilde Abwehrstoffe und werde gegen stärkeren Pilzbefall immun.
Nach Ansicht der Wissenschaftler lässt sich das Verhalten der Ameisen mit den ersten Impfversuchen der Menschen vergleichen. Als Schutz gegen Pocken hätten Ärzte ihren Patienten damals verdünnte Mengen des Pockenvirus verabreicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)