4. April 2012 07:53 Uhr
Auch Trauern kann die Umwelt belasten. In China pilgern zum heutigen Totengedenkfest traditionell Millionen Menschen zu den Friedhöfen des Landes. Dort verbrennen sie unter anderem Geld, das den Ahnen das Leben im Jenseits erleichtern soll, und pflegen die Gräber.
Die Kreisregierung im nordchinesischen Laoshan bietet aus Umweltschutzgründen in diesem Jahr alternativ die Möglichkeit zum "virtuellen Trauern" an: Dazu hat sie im Internet Luftbilder aller Friedhöfe veröffentlicht, auf denen die Hinterbliebenen den Zustand der Gräber begutachten können. Auf der Seite können auch Fotos der Verstorbenen hochgeladen werden.
Wer doch lieber offline trauert, ist gehalten, sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu den Friedhöfen zu begeben. Um auch dort schädliche Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten, verteilt die Kreisregierung außerdem emissionsfreie elektronische Böller und Räucherstäbchen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)