4. April 2012 13:22 Uhr
Die Methode ist simpel, aber überzeugend. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben einen Weg gefunden, um die Artenvielfalt eines Waldbodens zu berechnen, ohne vor Ort nachschauen zu müssen. Sie machten dafür mit unbemannten Flugdrohnen Luftbilder von Wäldern. Darauf sahen sie sich die Lücken im Kronendach an. Dabei zeigte sich, dass die Lücken etwas über die Pflanzenvielfalt darunter verraten: Je unregelmäßiger sie geformt sind, desto größer die Vielfalt.
Die Erklärung lieferten die Forscher auch direkt mit: Unregelmäßige Lücken ermöglichten viele verschiedene Lichtnischen für unterschiedliche Arten. Die Wissenschaftler schlagen deshalb vor, in der Waldbewirtschaftung auf unregelmäßige Lücken zu achten.
Die Studie ist im Fachmagazin "Methods in Ecology and Evolution" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)