5. April 2012 06:25 Uhr

Internet nützt der Demokratisierung nur in bestimmten Situationen

Das Internet hilft der Demokratie. Das konnte man zuletzt in den Ländern des "Arabischen Frühlings" beobachten: Unter anderem wurde dort über soziale Netzwerke zum Protest aufgerufen. Ein US-Forscherteam hat jetzt den Zusammenhang zwischen dem Internet und Demokratisierungsbewegungen genauer untersucht. Ergebnis: Das Netz spielt vor allem dann eine Rolle, wenn sich ein Land schon zum Teil geöffnet hat. Denn nur dann werden genügend Menschen erreicht.

Die Wissenschaftler werteten für ihre Studie Daten zur Internet-Nutzung in 28 Ländern im südlichen Afrika und Asien aus. Diese setzten sie in Zusammenhang mit den dortigen politischen Systemen. Im Fachmagazin "Journal of Communication" schreiben die Forscher, mit dem Internet allein ließen sich in autoritären Staaten keine fundamentalen Änderungen durchsetzen. Das Netz habe vielmehr eine Verstärkerfunktion.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)