5. April 2012 07:27 Uhr
Spruchreif ist unser Zitat des Tages:
"Eine Hand wäscht die andere."
Es bedeutet, dass zwei Menschen sich gegenseitig einen Gefallen tun - ob aus einfacher Freundlichkeit oder in einem korrupten Klüngel, sei dahingestellt. Die Redensart ist schon sehr alt, sie geht auf die lateinische Formulierung "manus manum lavat" zurück. Diese ist erstmals belegt in einem satirischen Text des römischen Philosophen und Dichters Seneca. Er starb im Jahr 65 nach unserer Zeitrechnung. Später griff auch Goethe das Bild in einem Gedicht auf, es heißt "Wie du mir, so ich dir". Der Schluss lautet: "Hand wird nur von Hand gewaschen, wenn Du nehmen willst, so gib!" - Und wenn es sich dabei um ein unlauteres Geschäft handelt, dann können beide Seiten anschließend ihre Hände in Unschuld waschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)