5. April 2012 12:29 Uhr
Warum sind Patienten nach einer Narkose oft verwirrt und kommen erst langsam zu sich? Diese Frage beantworten finnische Forscher im Fachmagazin "Journal of Neuroscience".
Demnach wacht nach einer Narkose zuerst der primitivste Teil des Gehirns auf, in dem Gefühle wie Angst und auch äußere Reize verarbeitet werden. Erst danach wird der Sitz unseres Bewusstseins in der Großhirnrinde aktiv. Das zeigten Hirnscans aus der Aufwach-Phase von Probanden.
Die Entdeckung der Forscher könnte auch erklären, warum Narkoseärzte manchmal nicht bemerken, dass Patienten während einer Operation wach werden. Denn die Geräte der Ärzte fragen nur ab, ob die Großhirnrinde aktiv ist. Deshalb reagieren sie zu spät oder gar nicht auf halbbewusste Wachzustände.
Die Wissenschaftler erklärten, sie hätten erwartet, dass sich nach einer Narkose die Großhirnrinde als erstes wieder einschalte. Das gegensätzliche Ergebnis habe sie überrascht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)