5. April 2012 13:26 Uhr

Forscherin: ADHS wird zu häufig diagnostiziert

Das Krankheitsbild Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, also ADHS, wird zu häufig diagnostiziert. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Unis in Bochum und Basel. Teamleiterin Silvia Schneider begründete das hier bei DRadio Wissen so: Wie alle Menschen im Alltag ließen sich auch Ärzte bei Diagnosen von Faustregeln leiten. Jeder habe bestimmte repräsentative Bilder von Störungen im Kopf und wende die auch an: Im Falle von ADHS zum Beispiel reiche es zum Teil, wenn ein Junge hyperaktiv sei. Ob darüber hinaus noch mehr Symptome vorlägen, werde oft nicht mehr überprüft.

Einfluss auf die Bereitschaft der Ärzte, bestimmte Krankheiten zu diagnostizieren, hat laut Schneider auch die gesellschaftliche Wahrnehmung. Werde eine Störung so wie ADHS oder momentan auch Burnout häufig beschrieben, sei sie auch stärker im Bewusstsein der Menschen - also auch bei Ärzten.

Das ganze Interview ist zu auf unserer Homepage unter dradiowissen.de oder direkt hier

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)