5. April 2012 14:04 Uhr

Klavierstimmen elektronisch - Physiker entwickelt verbessertes Verfahren

Wenn aus einem Klavier nur noch schiefe Töne kommen, konnte bisher nur ein Klavierstimmer mit seinem geschulten Gehör das wieder hingekriegen. Maschinelle Stimmversuche fielen unbefriedigend aus, weil das menschliche Ohr Frequenzen anders wahrnimmt als ein Sensor. Aber nun hat ein Würzburger Physiker einen Algorithmus entwickelt, mit dessen Hilfe sich ein Klavier auch elektronisch richtig stimmen lassen könnte. Das berichtet das Magazin "Technology Review" in seiner Online-Ausgabe.

Das Problem bisher: Wenn eine Seite angeschlagen wird und vibriert, bilden dabei viele Schwingungen zusammen den Ton - nämlich einen Grundton und mehrere Obertöne. Das menschliche Gehör vergleicht dann beim Stimmen nicht nur die Grundtöne, sondern auch die Obertöne miteinander. Daran scheiterten frühere maschinelle Versuche. Aber das neue technische Verfahren schafft nun das, was bisher nur das menschliche Gehör konnte. Im Vergleich zu einem professionellen Klavierstimmer soll es demnach gut abschneiden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)