5. April 2012 14:05 Uhr
"Die Fliegen taten schlicht nicht, was sie sollten." Mit diesen Worten kommentierte ein Forscher der britischen Universität Leicester seine neuesten Ergebnisse. Dabei sind die für viele Laien gar nicht so überraschend: Die untersuchten Fruchtfliegen verhielten sich draußen in der Natur anders als im Labor. Im Freien waren die Tiere zum Beispiel mittags am aktivsten, im Labor hingegen hielten sie genau dann ein Schläfchen Die Fliegen reagierten außerdem nicht nur auf das Sonnenlicht, sondern auch auf den Mond und die Temperatur.
Warum das wichtig ist? Weil Wissenschaftler den Schlaf-Wach-Mechanismus der Insekten bisher genutzt hatten, um auch den Biorhythmus und die innere Uhr anderer Lebewesen besser zu verstehen, also auch des Menschen. Wenn das Verhalten im Labor aber gar nicht natürlich ist, könnten die Ergebnisse wenig wert sein. Die Forscher empfehlen deshalb im Fachmagazin "Nature", die Bedingungen im Labor stärker denen in der Natur nachzuempfinden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)