5. April 2012 15:24 Uhr
Nach falschen Vergewaltigungsvorwürfen gegen einen katholischen Priester hat der irische Sender RTE Konsequenzen gezogen. Er setzte seine Serie "Prime Time Investigates" ab. Außerdem will RTE nach eigenen Angaben Journalisten und Programmverantwortliche nachschulen und redaktionelle Richtlinien einführen. Im Mai 2011 war der Geistliche Kevin Reynolds in "Prime Time Investigates" der Vergewaltigung bezichtigt worden: Er habe 1982 in Kenia mit einem Mädchen ein Kind gezeugt. Daraufhin musste Reynolds von seinem Priesteramt zurücktreten und seine Gemeinde verlassen. Einige Monate später wurde er jedoch durch zwei Vaterschaftstests entlastet.
Reynolds Rechtsanwalt bezeichnete das Aus für "Prime Time Investigates" im irischen Fernsehen als kosmetische Maßnahme. Er kritisierte auch, dass sein Mandant in den vorangegangenen Untersuchungen der irischen Rundfunkaufsicht nicht zu dem Fall befragt worden war.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)