5. April 2012 17:35 Uhr
Ob es der Eisfläche "Larsen B" genauso geht wie ihrem früheren Nachbarn "Larsen A"? Der hat sich nämlich im Jahr 1995 aufgelöst. Und das droht offenbar auch "Larsen B". Die Schelfeisplatte in der Antarktis hat sich nach Satellitenbildern der Europäischen Raumfahrtagentur ESA bereits enorm verkleinert: Machte sie vor 28 Jahren noch mehr als 11.500 Quadratkilometer aus, schrumpfte sie inzwischen auf 1.670 Quadratkilometer. Das Schelfeis schmelze aber nicht, vielmehr brächen große Blöcke einfach ab.
Die ESA zitiert zur Begründung den Klimaforscher Helmut Rott von der Universität Innsbruck mit den Worten: Schelfeis reagiere empfindlich auf die Erderwärmung und die Veränderungen der Temperaturen. Im Norden der Antarktischen Halbinsel wurde es laut ESA in den letzten 50 Jahren im Durchschnitt um rund 2,5 Grad Celsius wärmer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)