6. April 2012 10:18 Uhr
Lockere Waffengesetze führen nach einer Untersuchung der englischen Tageszeitung "Guardian" zu mehr tödlichen Verbrechen. Die Zeitung hatte unter anderem Daten der us-amerikanischen Bundespolizei FBI ausgewertet. Danach nahmen die Tötungsdelikte vor allem in denjenigen Bundesstaaten zu, in denen es lockere Waffengesetze und ein weit gefasstes Recht auf Selbstverteidigung gibt. Der "Guardian" beziffert den Anstieg mit 25 Prozent. Die Debatte wurde in den USA erneut angeheizt, nachdem ein Vertreter einer Bürgerwehr in Florida einen unbewaffneten Teenager in vermeintlicher Notwehr erschossen hatte.
Dort erlaubt das Recht auf Selbstverteidigung den Bürgern, tödliche Gewalt einzusetzen, wenn sie ihr Leben in Gefahr sehen. Florida war der erste Bundesstaat, der 2005 dieses Notwehrrecht eingeführt hatte. Mittlerweile haben nach Angaben des Guardian über 20 Bundesstaaten ähnliche Gesetze.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)