7. April 2012 08:51 Uhr
In der Nordsee könnte es vor gut 150 Jahren einen Tsunami gegeben haben. Das sagte der Kieler Geografieprofessor Jürgen Newig dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Er hat Augenzeugenberichte aus dem Jahr 1858 ausgewertet. Ihnen zufolge wurde die Küste damals von einer Riesenwelle getroffen.
Am stärksten sei Dänemark betroffen gewesen, Berichte über eine Welle habe es aber auch in Frankreich, England und den Niederlanden gegeben. Aus der zeitlichen Abfolge, so Newig, lasse sich konstruieren, dass der Tsunami südwestlich im Atlantik entstanden sein müsse. Der Auslöser sei aller Wahrscheinlichkeit nach ein Hangabrutsch unter dem Meeresspiegel gewesen, durch den Gestein auf den Meeresboden gestürzt sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)