9. April 2012 12:37 Uhr

Forschungsschiff sammelt Beben-Daten vor Japan

Ein Team aus deutschen und japanischen Wissenschaftlern hat Daten gesammelt, mit deren Hilfe sie die Entstehung von großen Erdbeben nachvollziehen wollen. Die vierwöchige Expedition des Forschungsschiffs "Sonne" führte in das Gebiet, wo im vergangenen Jahr das Seebeben und der Tsunami vor Japan entstand. Die Forscher vermaßen ein 100.000 Quadratkilometer großes Areal auf dem Meeresboden mit einem Flächen-Echolot. Außerdem sammelten sie meterlange Bohrkerne aus dem Boden des Japangrabens in mehr als 7.000 Metern Tiefe.

Hier wird die Entstehung des Bebens von 2011 vermutet, weil dort die Pazifik- auf die Kontinentalplatte trifft. Nach ersten Analysen geben die Bohrkerne auch Aufschluss über Beben, die länger zurückliegen.

Die Sand- und Gesteinsproben vom Meeresgrund sollen jetzt im Labor analysiert werden. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon Hinweise, mit deren Hilfe sich schwere Beben in der Region möglicherweise vorhersagen lassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)