10. April 2012 06:53 Uhr
Für Biologen galten Dodos lange als Beispiel für eine Sackgasse der Evolution. Die Vögel waren eine Art Taube mit einem Gewicht von etwa 20 Kilogramm. Sie konnten nicht fliegen und waren neuen Feinden kaum gewachsen. Amerikanischen Forschern zufolge haben sie aber auch einige Katastrophen überlebt. Dazu gehört eine Dürre vor rund 4.200 Jahren.
Diesen Schluss ziehen die Wissenschaftler im Fachmagazin "Science", nachdem sie ein ehemaliges Sumpfgebiet auf Mauritius untersucht hatten. Dabei fanden sie zahlreiche Fossilien von Dodos, allerdings zum Großteil nur deren Füße. Sie vermuten: Die Vögel seien auf der Suche nach Wasser an Stellen eingebrochen, an denen der Schlamm an der Oberfläche bereits getrocknet gewesen sei, darunter aber noch nicht. Ihre Körper lagen den Forschern zufolge also frei und waren damit leichte Beute für Raubtiere, während die Füße im Schlamm für Jahrtausende konserviert wurden. Die Dürre habe die Art der Dodos aber dennoch überlebt - anders als den Kontakt mit dem Menschen, der die Vögel wahrscheinlich durch zu viel Jagd ausgerottet habe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)