10. April 2012 09:13 Uhr
QR-Codes - kurz für "Quick Response"-Codes - sind die Weiterentwicklung des Strichcodes. Diese schwarz-weißen Pixelquadrate finden sich auf Plakatwänden, Warenverpackungen oder Bahntickets - und künftig auch eingemeißelt auf Grabsteinen. Der Kölner Steinmetz Andreas Rosenkranz hat den Prototypen in seiner Werkstatt stehen. Er sagte der "Frankfurter Rundschau", er habe ein halbes Jahr an der Sandstrahler-Technik gefeilt, bis sie mit der deutschen Friedhofssatzung konform gewesen sei. Es gebe schon die ersten Interessenten für die Grabsteine mit den QR-Codes, die sich mit einem Smartphone abscannen lassen. Denkbar seien Links auf ein digitales Kondolenzbuch oder persönliche Texte des Verstorbenen.
Laut dem Steinmetz reagieren die Menschen unterschiedlich auf seine Erfindung - manche hielten sie für geschmacklos. Aber Rosenkranz argumentiert, in Wirklichkeit seien viele massenindustrielle Grabsteine geschmacklos. Außerdem integriere er die Pixel-Codes in Kreuzsymbole, damit sie nicht zu auffällig seien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)