10. April 2012 08:50 Uhr
Malaria kostet jedes Jahr knapp 700.000 Menschen das Leben. Ein internationales Forscherteam hat beobachtet, dass das bisher beste Mittel Artemisinin zunehmend weniger gegen die Krankheit hilft. Demnach traten 2009 in Kambodscha die ersten resistenten Erreger auf - inzwische gebe es auch Fälle an der Grenze zu Thailand und Birma. Das zeige, dass sich die resistente Krankheitsvariante weiter nach Westen ausbreite.
Einer der beteiligten Wissenschaftler sagte im "Science"-Podcast, eine ähnliche Entwicklung habe es schon früher bei anderen Medikamenten-resistenten Malaria-Stämmen gegeben. Dieses Mal sei das Problem aber in einem frühen Stadium erkannt worden - das gebe Hoffnung, die weitere Ausbreitung zu stoppen.
Die Studien sind zeitgleich in den Fachjournalen "Science" und "The Lancet" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)