10. April 2012 11:25 Uhr
Taschentuch heißt "Tempo", im Internet suchen "googeln" und Kopfschmerztablette "Aspirin". Und für den Tablet-Computer setzt sich offenbar derzeit "iPad" durch - zumindest im Englischen. Untersuchungen zeigen, dass vor allem die US-Amerikaner den Markennamen synonym für die ganze Produktgattung verwenden. Der New Yorker Sprachwissenschaftler Michael Weiss sagte, ein solcher Wandel der Sprache lasse sich nicht kontrollieren.
Diese Entwicklung muss aber nicht nur Vorteile für das Unternehmen haben. Wenn ein Begriff zum sprachlichen Allgemeingut wird, kann die Firma sogar die Rechte an dem Namen verlieren - nämlich dann, wenn der Begriff so weit verbreitet ist, dass er nicht mehr als Marke geschützt werden kann. Dann können Konkurrenzfirmen den Namen ganz legal für ihre eigenen Produkte verwenden. Das ist zum Beispiel dem Chemiekonzern Bayer mit seinem "Aspirin" passiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)