10. April 2012 11:26 Uhr
Laut "Reporter ohne Grenzen" gehört der Iran zu den zwölf Ländern weltweit, die die Nutzung des Internets am stärksten einschränken. Und es gibt seit längerem Berichte, dass das Land derzeit dabei ist, ein eigenes iranisches Intranet aufzubauen. Nach Angaben der "International Business Times" soll im Mai die erste Phase starten - dazu sollen Dienste wie Google, Hotmail und Yahoo blockiert werden und durch Regierungsangebote ersetzt werden. Die Registrierung für die neuen elektronischen Postfächer soll bereits begonnen haben - inklusive Überprüfung der Ausweisdaten. Ab August sollen dann alle Websites blockiert werden, die nicht auf einer Regierungsliste stehen. Die Zeitung bezieht sich auf ein Statement des Informationsministeriums von vergangener Woche.
Die iranische Regierung hat das heute dementiert und bezeichnet die Berichte als westliche Propaganda. Laut den Forschern der "OpenNet Initiative" unterhält die Regierung aber bereits seit 2009 eines der aufwendigsten Filtersysteme für das Web.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)