10. April 2012 12:26 Uhr
Zeige mir dein Immunsystem und ich sage dir, wer du bist. Diesen Zusammenhang scheint es zumindest bei Rhesusaffen-Weibchen zu geben. Wie US-Forscherim Fachmagazin "PNAS" schreiben, gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Rang und der Genaktivität bei den Primaten. Je höher der Rang sei, desto mehr Immungene seien bei dem Tier aktiv.
Für die Studie hatten die Wissenschaftler die Rangfolge von 49 Rhesusaffenweibchen in zehn Gruppen untersucht. Das Ergebnis: Unterschiede in der Aktivität der Gene haben die Forscher bei fast 1.000 Genen festgestellt. Bei den höherrangigen Tieren seien unter anderem Gene aktiv gewesen, die die Fresszellen und immunstärkende Prozesse kontrollierten. Bei den Tieren mit niedrigerem sozialen Status waren vor allem solche Gene aktiver, die die körpereigene Abwehr schwächten. Den Forschern zufolge deuten ihre Ergebnisse darauf hin, dass das soziale Umfeld auch bei erwachsenen Tieren in die Gene und ihre Aktivität eingreift. Soziale Strukturen wie der Rang wirkten sich damit auch unmittelbar auf die Biochemie des Körpers aus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)