10. April 2012 15:27 Uhr

Untersuchung: Vox und RTL liegen bei Reality-Formaten im Fernsehen vorn

Reality-Formate haben offensichtlich eine große Bedeutung für das Privatfernsehen. Jetzt hat der "Programmbericht 2011. Fernsehen in Deutschland" im Auftrag der deutschen Landesmedienanstalten bei den acht größten deutschen Privatsendern nachgerechnet: Sendungen, die die Wirklichkeit abbilden, nehmen bei Vox und RTL fast die Hälfte ihrer Sendedauer ein. Im Untersuchungszeitraum vom 4. bis 10. April 2011 lag Vox mit 40 Prozent vorn, gefolgt von RTL mit 38 Prozent, Sat.1 mit knapp 30 Prozent, RTL II mit 16 Prozent, Kabel eins und ProSieben blieben unter zehn Prozent. Umgerechnet auf Programmstunden hätten RTL und Vox an einem durchschnittlichen Tag jeweils etwa neun Stunden mit Reality-Formaten bestritten, bei Sat.1 seien es etwa sieben Stunden. Die Wissenschaftler weisen in dem Programmbericht darauf hin, dass sich die Sendungen einer Zuordnung zu gängigen Programmkategorien entzögen. So würden nicht nur die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen, sondern auch die zwischen den traditionellen Programmgenres wie etwa Dokumentation und Erzählung, Soap-Opera und Ratgebersendung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)