11. April 2012 06:26 Uhr

Rückspiegel: Vor zehn Jahren wurde der Internationale Strafgerichtshof ratifiziert

Hier der Blick auf ein Ereignis in der Geschichte. Heute vor zehn Jahren haben zehn Staaten gleichzeitig ihre Vertragsurkunden zur Gründung des Internationalen Strafgerichtshofs hinterlegt. Damit war die nötige Zahl von 60 Staaten überschritten und der Internationale Strafgerichtshof galt als ratifiziert.

Seine Grundlagen wurden schon vier Jahre vorher ausgearbeitet - im sogenannten Römischen Statut. Vertreter der Vereinten Nationen trafen sich in der italienischen Hauptstadt und formulierten Prinzipien zur Bestrafung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Kurz nach der Ratifizierung 2002 nahm der IStGH in Den Haag seine Arbeit auf.

Bis heute sind 121 Staaten dem Römischen Statut beigetreten. Zahlreiche andere Länder lehnen den Internationalen Strafgerichtshof ab, zum Beispiel die USA. Sie befürchten, das Gericht könne zu ungerechtfertigten Anklagen gegen US-Soldaten bei Auslandseinsätzen missbraucht werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)