11. April 2012 06:28 Uhr
Es ist eine Win-win-Situation. Wissenschaftler haben untersucht was passieren würde, wenn es mehr pazifische Lachse in Küstenflüssen geben würde. Dafür müssten die Fischer zunächst einen geringeren Fang in Kauf nehmen. Die Forscher analysierten Daten von mehreren Populationen von Grizzly-Bären in Kanada. Die Bären verändern ihr Fressverhalten je nachdem, wieviel Lachs zur Verfügung steht. Wenn es viele Lachse gibt, fressen sie nicht den ganzen Fisch, sondern nur die besonders nährstoffreichen Hirne und Eier. Der Rest bleibt für andere Tiere übrig und düngt den Boden. Nach Angaben der Forscher wirkt sich das positiv aufs Ökosystem aus.
Aber was ist mit den Fischern? Die Wissenschaftler schreiben im Fachmagazin "PLoS Biology", dass in den meisten untersuchten Fällen auch die Fischer profitierten. Es habe sich gezeigt, dass ein größerer Anteil von Lachsen in Küstenflüssen dafür sorge, dass es auf lange Sicht auch mehr Lachse im Ozean gebe. Und das bedeute für die Fischer bessere Fänge.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)