11. April 2012 12:21 Uhr

Fehlerkultur? Laut CCC zahlen Softwarefirmen nicht gern für Informationen über Sicherheitslücken - andere schon

Nicht alle Sofware-Hersteller freuen sich, wenn man ihnen zeigt, wie ihre Produkte sicherer werden können.

Darauf weist Frank Rieger vom Chaos-Computer-Club im Interview mit DRadio Wissen hin. Mit Informationen über die Sicherheitslücken kann man allerdings in eine System eindringen, Daten stehlen oder Schadsofware einschleusen. Dass die Software-Unternhemen für diese Informationen nicht zahlen wollten, erklärt Rieger weiter, habe inzwischen zu einem regelrechten Markt für die Bugs geführt. An dem beteiligten sich eigene Sicherheitsfirmen, die Kunden der Software-Hersteller betreuten, aber auch Geheimdienste. Und die seien bereit, das Geld auszugeben.

Wer einen Bug entdecke und beim Hersteller nicht weiterkomme, könne ihn aber auch öffentlich machen. Dann sei der Druck oft hoch genug, den Fehler zu beseitigen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)