11. April 2012 13:52 Uhr
Öko ist hip. So gibt es zum Beispiel bei Rewe und Aldi Bio-Einkaufstüten. Die Deutsche Umwelthilfe, wirft den Supermarktketten aber vor, die Verbraucher mit diesen Tüten systematisch hinters Licht zu führen. Wie der Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe, Jürgen Resch, sagte, sind die Einkaufstüten angeblich zu 100 Prozent kompostierbar. In Wirklichkeit würden sie jedoch weder kompostiert noch recycelt.
Im Deutschlandradio Kultur erklärte Resch, die Umwelthilfe habe bei den Kompostierwerken in Deutschland nachgefrgat, was sie mit diesem Bioplastiktüten machten. 80 befragte Unternehmen hätten geantwortet, dass sie mit diesem Stoff Schwierigkeiten hätten. Er müsse aussortiert und verbrannt werden. Das ist laut Resch ein seit Jahren bekanntes Problem.
Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe gibt es keine umweltfreundlichen Einweg-Plastiktüten. Eine umweltfreundliche Alternative böten Mehrwegbeutel und -taschen.
Die Handelskette Rewe wies die Vorwürfe der Kundentäuschung zurück. Die kritisierten Plastiktüten bestünden zu 30 Prozent aus pflanzenbasierten Rohstoffen und seien vollständig kompostierbar.
Die Deutsche Umwelthilfe wurde 1975 gegründet. Die Arbeit wird aus privaten Spenden und öffentlichen Fördermitteln finanziert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)