11. April 2012 15:28 Uhr
Bei steigender Nachfrage steigt auch der Preis. Davon geht das Welt-Diamanten-Zentrum aus und prognostiziert: Die weltweite Nachfrage nach Diamanten wird sich bis 2020 verdoppeln und der Preis wird deutlich steigen. Einer Studie zufolge liegt das vor alle an Indien und China, wo die Mittelschicht deutlich anwachsen wird. In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Diamantenproduktion in Ländern wie Russland, Australien und Kanada ausgeweitet, nachdem zuvor vor allem Afrika die Herkunftsregion war.
Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Menschenrechtsorganisation Global Witness der internationalen Staatengemeinschaft vorgeworfen, im Kampf gegen sogenannte Blutdiamanten versagt zu haben. In den 90er Jahren hatten Rebellen in mehreren Ländern Afrikas Diamantenminen in ihre Gewalt gebracht und mit dem Diamantenschmuggel Bürgerkriege finanziert. Deshalb wurde vor neun Jahren der Kimberley-Prozess vereinbart. Mit einem System aus Herkunfts-Zertifikaten wollten 75 Länder den Weg der Edelsteine lückenlos und für den Käufer transparent belegen.
Global Witness aber warf den Staaten vor, sich zu weigern, etwas gegen die klaren Verbindungen zwischen Diamanten, Gewalt und Tyrannei zu unternehmen. Die meisten Verbraucher könnten immer noch nicht sicher sein, woher ihre Diamanten kommen, noch, ob damit Gewalt oder Unrechts-Regime finanziert würden.
Hier finden Sie den Link zur EU-Seite zum Kimberley-Prozess
Hier finden Sie den Link zum Weltverband der Diamantenbörsen
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)