11. April 2012 16:12 Uhr
Der zentralasiatische Staat Turkmenistan will eine Sportmacht werden. So hat Präsident Gurbanguly Berdymukhamedov eine Eishockey-Liga ins Leben gerufen. Die Behörden wurden aufgefordert, das Vorhaben zu unterstützen. Die staatliche Zeitung "Neutrales Turkmenistan" berichtete, die Polizei stelle bereits eine eigene Mannschaft zusammen.
Präsident Berdymukhamedov hat in den vergangenen Monaten immer wieder betont, er wolle Turkmenistan zu einer Sportmacht entwickeln. Am Wochenende fand das erste Eishockey-Turnier des Landes statt. Es war Teil der staatlich verordneten "Woche der Gesundheit und des Glücks".
Das Land hatte Erlöse aus dem Erdgas-Export genutzt, um Eishallen zu bauen. Kritiker gibt es wenige - Regierungsgegnern drohen in Turkmenistan schwere Repressalien. Auf der Rangliste der Pressefreiheit führt "Reporter ohne Grenzen" das Land auf dem drittletzten Platz. Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" bezeichnet Turkmenistan als eines der repressivsten Länder weltweit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)