12. April 2012 06:55 Uhr
In der Schule war Gruppenarbeit manchmal eher nervig. Aber irische und schottische Wissenschaftler fanden jetzt heraus, dass das Gehirn des modernen Menschen wahrscheinlich deutlich entwickelter ist als das seiner Vorfahren, weil er auf Zusammenarbeit setzt.
Die Forscher hatten in einem Computer-Modell quasi die Evolution nachgestellt. Sie begannen mit wenig entwickelten Gehirnen, die im Laufe der Zeit immer komplexer wurden. Die Modell-Gehirne wurden dann vor Probleme gestellt, bei denen sie die Wahl hatten, mit einem anderen Gehirn zusammenzuarbeiten oder nicht. Das Ergebnis: Je stärker die Gehirne entwickelt waren, desto eher waren sie bereit, sich gegenseitig zu helfen.
Wie einer der Forscher, Luke McNally, vom Trinity College in Dublin der Nachrichtenagentur AFP sagte, könnte der Übergang zu einer komplexeren Gemeinschaft, die zusammenarbeitet, zur Entwicklung eines größeren Gehirns geführt haben.
Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)